Versorgungsausgleich - Versorgungsausgleichsgesetz

Versorgungsausgleich

Beim Versorgungsausgleich handelt es sich um den bei der Scheidung durchzuführenden Ausgleich der von Eheleuten während der Ehezeit erworbenen Anwartschaften auf eine Versorgung wegen Alters, Tod oder Invalidität. Der Versorgungsausgleich wird vom Familiengericht im Rahmen der Scheidung durchgeführt.

In den Versorgungsausgleich fließen insbesondere folgende Versorgungsanwartschaften ein:

  • Gesetzliche Altersversorgung
  • Beamtenpensionen
  • Betriebliche Altersversorgung
  • Zusatzversorgungen des öffentlichen Dienstes
  • Berufständische Altersversorgungen (beispielsweise Ärzte-, Apotheker-, Architekten-, Rechtsanwaltsversorgungen)
  • Private Lebensversicherungen

Ermittlung der Ausgleichswerte

In der betrieblichen Altersversorgung wird der Ehezeitanteil in Anlehnung an die Ermittlung der unverfallbaren Leistungsansprüche im Falle eines Dienstaustritts zum Ehezeitende ermittelt. Hierbei gelten die Regelungen der jeweiligen Versorgungszusage, sowie der Teilungsordnung.

Interne Teilung

Als Grundsatz im Versorgungsausgleich gilt die interne Teilung der während der Ehezeit erworbenen Ansprüche. Hierbei wird eine Halbteilung durchgeführt. Ausgeglichen wird somit die Hälfte jedes in der Ehezeit erworbenen unverfallbaren Versorgungsanrechtes innerhalb des Versorgungssystems.

Externe Teilung von Anrechten

Die externe Teilung im Rahmen des Versorgungsausgleichs ist möglich, wenn die ausgleichsberechtigte Person und der Versorgungsträger des Ausgleichspflichtigen eine externe Teilung vereinbaren oder der Versorgungsträger die externe Teilung einseitig verlangt, dies ist jedoch nur innerhalb gewisser Grenzwerte möglich.

Bei der externen Teilung muss die gewünschte Zielversorgung vorgegeben werden an die bei der externen Teilung der Ausgleichswert überwiesen werden soll. Gibt die ausgleichsberechtigte Person keine Zielversorgung an, erfolgt die Zahlung entsprechend dem Durchführungsweg an die Versorgungsausgleichskasse.

Bei der externen Teilung darf der Versorgungsträger keine Kosten abziehen.